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Deutschland / Polen / Getto Litzmannstadt 5 Mark (mit Echtheitszertifikat) 1943 MAGNESIUM !!! vz/ss-vz | Brandneu

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Beschreibung

Erhaltung: vz/ss-vz | Abkürzungen
Deutschland / Polen / Lodz . Getto Litzmannstadt. Offiziell verausgabte Münze 1943.
Per Verordnung/Dekret (am 8.Juli 1940) wurde die Reichsmark, obwohl
das Getto innerhalb der Grenzen des damaligen Deutschen Reichs lag, hier als offizielles Zahlungsmittel abgeschafft und die Bewohner des Gettos
Litzmannstadt wurden gezwungen ihr Geld gegen die (fast wertlosen) Quittungen umzutauschen. Aus diesem Grund gehören die Münzen und
Geldscheine des Gettos Litzmannstadt eigentlich zu den offiziellen Ausgaben der deutschen Nebengebiete.
Um die Fiktion einer jüdischen Selbstverwaltung aufrecht zu erhalten, sind alle im Getto ausgegebenen Geldscheine mit der gedruckten Unterschrift vom
Ältesten der Juden (Rumkowsky) versehen. Ausgegeben wurden Münzen zu 10 Pfennig (2 verschiedene, Material Magnesium) sowie 5 und 10 Mark Stücke in
den Materialien Aluminium und Magnesium, sowie eine sehr geringe Menge 20 Mark Stücke in Aluminium. Von allen Münzen gibt es mehr Fälschungen als
Originalediese sollten daher nur mit Expertise oder im Fachhandel mit Garantie und Rückgaberecht gekauft werden. Die Geldscheine gibt es mit den
Werten 50 Pfennig, 1 Mark, 2 Mark, 5 Mark, 10 Mark, 20 Mark und 50 Mark. Daneben gibt es noch Rationierungsbelege wie Talons für Mittagessen,
Zusatzverpflegung usw., Brotkarten, Kasino Bons (für die Gestapo) und weitere Gutscheine. Diese sind teilweise im Buch von Hans-Ludwig
Grabowski Das Geld des Terrors (S.355 bis S.393) beschrieben und abgebildet.
Hanno Loewy schreibt in seinem Geleitwort im Buch Litzmannstadtein Kapitel deutscher Geldgeschichte (Verfasser des Buches: G.Franquinet,
Peter Hammer, H.u.L. Schoenawa): Vor fünfzig Jahren, im Sommer 1944, wurde das Getto in Lodz liquidiert. Hinter diesen dürren Worten liegt das
Ende einer vier Jahre lang währenden zynischen Illusion. Vier Jahre lang hatten die deutschen Behörden in der annektierten polnischen Stadt die
Fiktion einer jüdischen Selbstverwaltung aufrechterhalten und zugleich die jüdische Bevölkerung durch Aushungern und Zwangsarbeit, schließlich ab
1942 durch Deportation in die Vernichtungslager, ermordet.